Münzbarren

Silber-Münzbarren sind im Prinzip normale Silberbarren, welche jedoch zusätzlich zu Reinheit und Gewicht noch einen Währungs-Nennwert des Ausgabelandes, sowie das Ausgabeland in welchem diese Barren (zumindest theoretisch) als offizielles Zahlungsmittel gelten, aufgeprägt haben.

Neben typisch barrenförmigen Münzbarren wie den  geprägten Cook-Islands Münz-Barren den Umicore Münzbarren / Andorra Münzbarren oder den Fiji Münzbarren gibt es auch normal runde Grossmünzen verschiedener Länder in Gewichten von bis zu  mehreren kg Feinsilber, welche hauptsächlich zu Anlagezwecken hergestellt werden. Die in Deutschland beliebtesten Anlagemünzen sind die Australische Kookaburra und Koala 1kg Silbermünzen, welche von der Perth Mint Australia mit jährlich wechselnden Motiven in einer Reinheit von 99,9% geprägt werden.

Münzbarren aus 999,9er Feinsilber
Münzbarren aus 999,9er Feinsilber

Gegenüber normalen Silberbarren lag bis zum 31.12.2013 der Vorteil im für Silbermünzen ermässigtem MwSt. Satz von 7% gegenüber 19% für Barren. Aufgrund der höheren Prägekosten war der Endpreisunterschied jedoch meist nur marginal. Seit 2014 unterliegen Münzbarren, ebenso wie normale Silbermünzen, dem vollen MwSt. Satz, sofern sie nicht differenzbesteuert angeboten werden.

Die Cook Islands lassen deshalb seit dem Prägejahr 2014 ihre 1kg und 5kg Münzbarren in der Schweiz bei Argor-Heraeus prägen. Entsprechend steuerlich nach Deutschland eingeführt ist der differenzbesteuerte Verkauf damit problemlos möglich. Seit 2015 werden vollflächig geprägte Münzbarren außerdem in den USA bei der Sunshine Mint geprägt. Besonders beliebt ist hier der 1oz Münzbarren der Cook Islands.